Rezension "Ferne Tochter" von Renate Ahrens




 
Der Anruf dauert höchstens drei Minuten, doch er verändert alles. Das neue Leben, das Judith sich in Rom aufgebaut hat, gerät ins Wanken. Sie wird eingeholt von dem, was sie vor zwanzig Jahren, nach einer verhängnisvollen Entscheidung, hinter sich gelassen hat – Hamburg, die Eltern, ihre Jugendliebe. In Rom arbeitet Judith als Restauratorin von Fresken der Renaissance; Engel sind ihre Spezialität. Mit Francesco führt sie eine glückliche Ehe, nur Kinder sind ihnen versagt geblieben. Von ihrem früheren Leben ahnt er nichts. So hatte es bleiben sollen. Nie mehr, das hatte Judith sich geschworen, wollte sie nach Hamburg zurückkehren. Aber jetzt muss sie zurück, muss sich ihrer Vergangenheit stellen – dem Tod des Vaters, der kranken Mutter und dem Menschen, an den sie die letzten zwanzig Jahre jeden Tag gedacht hat. Wie soll sie ihrem Mann erklären, dass ihr gemeinsames Leben auf einer Lüge basiert?
 
 
 
MEINE MEINUNG:
 
Nachdem ich "Fremde Schwestern" gelesen hatte, habe ich sofort nach diesem Roman gegriffen, weil auch dies mich sehr interessierte und ich mich schon an den doch ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hatte, deswegen hatte ich auch keinerlei Probleme um reinzukommen und konnte mich sofort auf die Geschichte einlassen.
Auch diese Geschichte ist etwas Besonderes, die Autorin schreibt so besonders, gefühlvoll und manchmal auch erschreckend echt, da bekommt man das Gefühl mittendrin zu sein und alles hautnah zu erleben.
Die Autorin schreibt sehr bildhaft, sodass einem die Bilder ganz klar vor Augen stehen und sich die Umgebung super vorstellen kann.
Auch dieses Buch hat mich wieder sehr nachdenklich gestimmt, ob man verzeihen kann, sich der Vergangenheit stellen sollte oder nicht und wie wichtig doch die Familie für einen sein kann und man über seinen Schatten springen muss um etwas zu ereichen.
Mir hat dieses Buch sogar noch besser gefallen als der Vorgänger und ich habe es regelrecht verschlungen.
 
 
5/5 Sterne
 
 



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