Rezension "Ein wunderbares Jahr" von Laura Dave

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MEINE MEINUNG:

Bei diesem Buch geht es nicht in erste Linie um einen Liebesroman oder um ein Sommerbuch, wie man vielleicht bei diesem Cover denken mag, sondern diese Geschichte beinhaltet zwar eine kleine Liebesgeschichte, aber eben auch mehr.

Zuerst mal muss ich etwas zum Cover loswerden, ans sich finde ich es wirklich hübsch gemacht, aber, diese Geschichte spielt zu 90% auf einem Weinberg, spricht es geht hier um Wein und Trauben, warum macht man dann auf einem Cover Pfirsiche drauf, dass passt so gar nicht dazu, auch wenn es schön anzuschauen ist.

Ich muss sagen, ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen und am Anfang bis ca. 100 Seiten dachte ich so, ja, was für ein Buch, dass wird ein 5 Sterne Buch werden, ich war davon wirklich überzeugt, wenn man so ein Gefühl von Anfang an hat, dass dies genau das richtige für einen ist, dennoch sind es nun nur 4 geworden, weil ich finde, danach hat es ein wenig nachgelassen und ich hatte doch gehofft, hier eine schöne Liebesgeschichte zu bekommen.

Es geht hier um eine Frau Georgia, die auf dem Weinberg ihrer Familie aufgewachsen ist, aber dann doch diesem den Rücken gekehrt hat, weil sie Jura studieren wollte, dies hat sie auch getan, nun steht ihre Hochzeit an, aber leider kommt da etwas an sich Licht, womit sie nicht gerechnet hat und sie stellt alles in Frage und sie kennt nur einen Ort wo sie hin kann und möchte, nach Hause.
Doch dort angekommen, findet sie ihr Heim nicht mehr so wieder wie es einmal war, ihre Eltern haben eine Krise und auch bei ihren Brüdern sieht es auch nicht so dolle aus, zudem soll der Weinberg an den größten Gegner verkauft werden. Also nicht nur das sie nicht weiß, ob sie ihren Verlobten heiraten will, bricht gerade ihre ganze Familie irgendwie zusammen.

Das ist der grobe Inhalt, man kann demnach schön sehen, es ist eher ein Familienroman, der sich mit den Krisen des Lebens auseinandersetzt und eben nicht wirklich locker leicht ist.

An sich fand ich es wirklich gut gemacht, sonst hätte ich es nicht so verschlungen, dennoch muss ich sagen, weniger Dramatik wäre besser gewesen und mehr Liebe wäre schöner gewesen, wenn man daraus einen guten Mix gemacht hätte, wäre das Buch entspannter für den Leser gewesen.
Zudem gingen mir manchmal die Eltern von ihr auf den Keks, weil die so wortkarg sind und wenn das meine Eltern gewesen wären, ich hätte Klartext gesprochen.
Und es gibt noch ein anderes Problem, klar, es spielt auf einem Weinberg, aber muss in allen Details und immer wieder über Wein reden, für jemanden der wenig oder überhaupt nichts trinkt und sich damit auch nicht auskennt, für den kann es langatmig sein und so ging es mir, ich fand es einfach viel zuviel.
Und das Ende war mir dann doch zu schnell und nicht richtig ausgearbeitet, da denke ich einfach, hätte man von manchen Beschreibungen einfach etwas weggelassen, wäre für das Ende mehr Zeit gewesen.

Dennoch hat das Buch eine gute Botschaft, auch wenn sie die Richtung in deinem Leben ändern sollte, heißt das nicht, dass diese nicht richtig ist, dass auch ein Neuanfang gut sein kann, aber es sich lohnt zu kämpfen. Das habe ich aus diesem Buch mitgenommen.


4/5 Sterne




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